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Die US-Raumfahrtbehörde NASA hat ein neues Weltraumteleskop auf den Weg ins All gebracht.
Das "Nancy Grace Roman Space Telescope", benannt nach einer der ersten Frauen in leitender Position bei der Nasa, startete mit Hilfe einer "Falcon Heavy"-Rakete der privaten Raumfahrtfirma SpaceX von Tech-Milliardär Elon Musk vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida, wie die NASA mitteilte.
In etwa einem Monat soll das Teleskop seine rund 1,6 Millionen Kilometer von der Erde entfernte Umlaufbahn erreichen und etwa Anfang 2027 erste Bilder schicken. Das Gesamtbudget der Mission liegt bei mehr als vier Milliarden Dollar.
Astronomen sollen mit dem Teleskop nach Angaben der NASA explodierende Sterne und Schwarze Löcher und Exoplanten - Planeten, die einen anderen Stern als die Sonne umkreisen - erforschen können.
Hightech aus Heidelberg
Exoplaneten sollen mit einem vom Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) in Heidelberg entwickelten CGI-Instrument aufgenommen werden - der sogenannte Koronograf blendet das Licht des Sterns auf den Exoplaneten mit speziellen Masken aus.
"Das CGI ist so konstruiert, dass es einen Planeten nachweisen kann, dessen naher Mutterstern eine Milliarde Mal so hell ist, was in etwa dem Unterschied zwischen Jupiter und der Sonne entspricht", teilte das MPIA mit. "Gegenüber den heutigen Fähigkeiten entspricht das einer bis zu tausendfachen Verbesserung."
Die Mechanik muss das System für die Messung extrem stabil halten - und darf laut MPIA "über acht Stunden hinweg maximal um einen Winkel von 40 Millibogensekunden verkippen. Das entspreche "einem Winkel, den man erhält, wenn man von Heidelberg aus die Größe eines Menschen in Los Angeles wahrnehmen könnte".
Teleskop soll mehr als 500 Terabyte an Daten pro Jahr liefern
Das "Nancy Grace Roman" funktioniert ähnlich wie das "Hubble"-Teleskop, das bereits 1990 gestartet war und inzwischen altersschwach und nur noch eingeschränkt funktionsfähig ist - allerdings deutlich schneller und leistungsstärker: Für die Beobachtungen, die es in einem Monat durchführen kann, würde "Hubble" nach Angaben von NASA-Wissenschaftlern ein Jahrhundert brauchen.
"Hubble" hat in mehr als 35 Jahren rund 400 Terabyte an Daten gesammelt - vom "Nancy Grace Roman" erwarten die Wissenschaftler mehr als 500 Terabyte pro Jahr.
Als Ergänzung zu "Hubble" war Ende 2021 bereits das "James Webb Space Telescope", benannt nach einem früheren NASA-Chef, gestartet. Es arbeitet in anderen Frequenzbereichen als "Hubble" und "Nancy Grace Roman".
© dpa, aero.de | Abb.: NASA | 30.08.2026 15:02







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