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SAS wird im April rund 1.000 Flüge streichen. Das meldet die schwedische Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" unter Verweis auf SAS-Chef Anko van der Werff.
Grund sind demnach die sprunghaft gestiegenden Treibstoffpreise wegen des Iran-Kriegs. "Der Kerosinpreis hat sich innerhalb von zehn Tagen verdoppelt", sagte van der Werff der Zeitung. "Auch wenn wir versuchen, diese Kostensteigerungen so weit wie möglich aufzufangen, trifft dieser Schock die Luftfahrtindustrie unmittelbar."
Wie US-Airlines hat SAS in den letzten Jahren auf Sicherungskontrakte beim Kerosineinkauf verzichtet - der gestiegende Kerosinpreis schlägt ungedämpft auf die Airline-Finanzen durch.
Lufthansa war hier defensiver - und hatte vor Kriegsbeginn für 2026 bereits 81 Prozent ihres konzernweiten Treibstoffbedarfs über Finanzinstrumente abgesichert.
"Unsere Treibstoff-Hedging-Strategie verschafft uns mit unserer relativ hohen Hedgerate einen wichtigen Wettbewerbsvorteil", sagte Lufthansa-Finanzvorstand Till Streichert gerade vor Medienvertretern und Investoren. Weitere Preissicherungsaktivitäten setzt Lufthansa zunächst aber aus.
SAS betreibt rund 800 Flüge pro Tag. Die Airline hatte Flugtickets bereits verteuert, um den Kostenanstieg beim Kerosin abzufangen, aber auch für März schon Flüge aus dem System gestrichen.
© aero.de | Abb.: Airbus | 18.03.2026 12:56







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