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Gibt American Airlines der A350 eine zweite Chance?

Airbus A350-1000
Airbus A350-1000, © Airbus

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WASHINGTON - American Airlines ist auf der Langstrecke nur mit Großraumgerät von Boeing unterwegs - beim weiteren Ausbau der Interkontflotte prüft der US-Branchenriese nun auch Airbus-Programme jenseits der A321XLR. Die A350 hatte American Airlines einst verschmäht - und Airbus dabei ziemlich brüskiert.

47 777-200, 20 777-300ER, 37 787-8 und 33 787-9: American Airlines hat ihre Großraumflotte in den letzten Jahren auf Boeing-Produkte gestrafft.

Eine zuletzt noch 25 A330 starke Airbus-Interkontflotte hatte American Airlines 2020, beschleunigt durch die Covid-19-Krise, aufgelöst. Mit ersten A321XLR aus einem Auftrag über 50 Flugzeuge hat Airbus in der Interkontflotte von American Airlines inzwischen aber wieder einen Fuß in der Tür.

Aktuell klopft American Airlines den Markt wieder nach neuen Großraumflugzeugen ab. "Wahrscheinlich werden wir in naher Zukunft eine Bestellung (...) aufgeben", sagte American-Airlines-Finanzvorstand Devon May der Nachrichtenagentur "Bloomberg". "Das ist nur eine Frage der Zeit."

American Airlines kann zwar noch Optionen auf weitere 787 ziehen, hat aber auch Airbus auf dem Zettel. Die Airline werde auch mit Airbus über neues Interkontgerät sprechen, sagte May.

"Rasenmäher": American Airlines konnte mit A350 nichts anfangen

American Airlines und Airbus haben im A350-Programm eine Vorgeschichte - die Airline hatte eine bei der Übernahme von US Airways in das neue Unternehmen eingebrachte A350-Order trotz laut Kreisen extrem guter Frühkunden-Konditionen verworfen - und die Entscheidung dann auch noch alles andere als diplomatisch verpackt.

"Ihr verkauft einen großartigen Rasenmäher, im Grunde verschenkt ihr ihn", setzte der spätere American-Airlines-Kommerzchef Vasu Raja die Airbus-Seite laut einer Quelle des Luftfahrtjournalisten Brian Sumers über die in Toulouse völlig unerwartete A350-Storno ins Bild. "Das Problem ist nur - ich wohne in einem Penthouse."
© aero.de | Abb.: Airbus | 20.03.2026 06:18

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Beitrag vom 22.03.2026 - 17:15 Uhr
@gyps_ruepelli
Die 787-10 ist schmaler und leichter als der A350-900 und verbraucht dadurch weniger Sprit (seat/mile cost). Nachteil ist geringere Reichweite und schmalere Sitze in Eco. Wenn AA Routen bedienen will die die 787 nicht schafft fällt sie halt raus. Dabei muss man auch daran denken das Strecken plötzlich viel länger werden können wenn Lufträume ganzer Länder plötzlich zu no-go Zone werden. Deswegen gilt manchmal: Reichweite haben ist besser als brauchen.
Beitrag vom 21.03.2026 - 13:04 Uhr
Das muss man sich mal reinziehen, mit welcher Überheblichkeit man damals aufgetreten ist. Schwer nachvollziehbar.
Beitrag vom 20.03.2026 - 11:49 Uhr
Ich verstehe den Rasenmäher mehr im Kontext des Zusammenhangs. Mit anderen Worten: Der Rasenmäher ist gut, aber wenn ich Penthouse wohne, brauche ich ihn nicht. Also keine Abwertung der A350, sondern einfach nur ein "für meine Zwecke ungeeignet".

Frage dazu an die Experten: Der Markt für Langstreckenflugzeuge ist bekanntlich äußerst übersichtlich. Sind die zur Verfügung stehenden Modelle und die Anforderungsprofile der Fluglinien wirklich so unterschiedlich, dass der Vergleich mit dem Rasenmäher für den Penthousebewohner realistisch ist? Kann das Anforderungsprofil einer American Airlines sich von dem einer United Airlines so stark unterscheiden, dass die A350 die die eine geeignet ist aber für die andere nicht? Und umgekehrt: Können ein A350 und eine Boeing 777 oder eine Boeing 787 so unterschiedlich sein, dass sich die eine für eine American Airlines eignet, die andere aber nicht?

Ich frage aus Unkenntnis.


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