Lufthansa-Chef
Älter als 7 Tage

Europa muss unabhängiger von Golfdrehkreuzen werden

Carsten Spohr
Carsten Spohr, © Lufthansa

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FRANKFURT - Der Iran-Krieg sprengt Reise- und Luftfrachtketten - die Drehkreuze in Dubai, Abu Dhabi und Doha stecken im Notlauf fest. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht "eindeutig neue Risiken" für die Region - und fordert von der Politik mehr Rückhalt für die europäische Luftfahrtbranche.

Der Iran-Krieg hat zum heftigsten Kapazitätsschock im Luftverkehr seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie 2020 geführt.

Kurzfristig lenkt das Passagiere zu Lufthansa - Konzernchef Carsten Spohr sieht die zunehmende Konzentration von Verkehren auf Golfdrehkreuze aber als Gefahr für die "europäische Souveränität".

"Die großen Drehkreuze der Golfcarrier befinden sich in einer Region, die nun eindeutig neuen Risiken ausgesetzt ist", sagte Spohr dem "Manager Magazin".

Lufthansa fordert als Konsequenz mehr Rückhalt für die europäische Luftfahrt. "Es schwächt die europäische Souveränität, wenn wir die wachsenden Märkte Asiens zunehmend seltener über unsere eigenen Routen anbinden können und immer stärker von Drehkreuzen außerhalb von Europa abhängig werden", sagte Spohr.

Nach Medieninformationen hatte Emirates im Februar 2026 nach jahrelangem Werben mit dem BER einen fünften Anflugpunkt in Deutschland durchgesetzt.

Lufthansa hatte sich zuvor klar gegen jede Lockerung von Luftverkehrabkommen mit Golfstaaten positioniert.
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 18.03.2026 06:15

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Beitrag vom 18.03.2026 - 14:37 Uhr
CS hat an der Stelle sicher recht, aber die Streiks letzte Woche haben ja gezeigt, wie es im LH-Konzern aussieht.

Wenn man in dieser Situation einen zweitägigen Streik durchführt, wo die europäischen Airlines mal richtig punkten könnten am Markt, bedeutet das, dass einem die Zukunft des Unternehmens Lufthansa und damit auch jüngere Generation an Kollegen ziemlich egal sind. Wobei natürlich auch das Management einen großen Anteil am Konflikt verantwortet.

Zurück zum Thema: So richtig abhängig machen sollte man sich in Deutschland vom LH-Konzern ja auch nicht, wenn eigentlich permanent in irgendeinem Unternehmensteil ein Tarifkonflikt droht. Es ist dringend notwendig, dass alle Seiten im LH-Konzern wieder ein Grundvertrauen aufbauen. Das gilt sowohl für Management als auch für die Gewerkschaften.

Das mit den Streiks ist nun mal Ihre Interpretation der Dinge. Das bedeutet jedoch nicht, dass das so stimmt.
Beitrag vom 18.03.2026 - 13:15 Uhr
CS hat an der Stelle sicher recht, aber die Streiks letzte Woche haben ja gezeigt, wie es im LH-Konzern aussieht.

Wenn man in dieser Situation einen zweitägigen Streik durchführt, wo die europäischen Airlines mal richtig punkten könnten am Markt, bedeutet das, dass einem die Zukunft des Unternehmens Lufthansa und damit auch jüngere Generation an Kollegen ziemlich egal sind. Wobei natürlich auch das Management einen großen Anteil am Konflikt verantwortet.

Zurück zum Thema: So richtig abhängig machen sollte man sich in Deutschland vom LH-Konzern ja auch nicht, wenn eigentlich permanent in irgendeinem Unternehmensteil ein Tarifkonflikt droht. Es ist dringend notwendig, dass alle Seiten im LH-Konzern wieder ein Grundvertrauen aufbauen. Das gilt sowohl für Management als auch für die Gewerkschaften.

Dieser Beitrag wurde am 18.03.2026 13:21 Uhr bearbeitet.
Beitrag vom 18.03.2026 - 11:00 Uhr
Und daneben steht die Meldung das der einzige Flughafen der deutschen Hauptstadt geschlossen ist. Irgendwie mag ich diese Art von Humor ja.


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