FRANKFURT - Der Iran-Krieg treibt Passagiere von den Golfdrehkreuzen zu Lufthansa - der Konzern stockt jetzt Flüge auf gefragten Linien nach Asien und Südafrika auf. In den ersten Tagen des Konflikts am Persischen Golf liefen die Buchungssysteme heiß. Nur ein Strohfeuer - oder eine echte Trendumkehr?
Die anhaltende Kriegsstarre an den Drehkreuzen Dubai, Abu Dhabi und Doha lässt die Nachfrage nach Nonstopflügen hochschnellen.
Lufthansa verzeichnet einen Buchungsboom - und lädt jetzt Flüge ins Systems nach. Konkret werde des zunächst Zusatzflüge nach Singapur, Bangkok, Kapstadt und Riad geben, teilte Lufthansa letzte Woche mit.
Der Iran-Krieg trifft die auf Expansion getrimmten Lufthansa-Konkurrenten Emirates, Etihad Airways und Qatar Airways laut Lufthansa-Chef Carsten Spohr zwar an einer "geopolitischen Achillesferse", noch sei aber nicht absehbar, "wie lange dieser Effekt am Golf anhält".
Nur kurzfristig ist die Sache klar. "Unser Netto-Buchungseingang hat sich stark entwickelt", sagte Lufthansa-Finanzchef Till Streichert gerade vor Investoren. Innerhalb der ersten fünf Tage nach Ausbruch des Iran-Kriegs habe Lufthansa für Flüge im März "60 Prozent" und für Flüge bis Jahresende "20 Prozent" mehr Tickets verkauft als ein Jahr zuvor.
Laut Konzernkreisen füllen sich auch Restplätze in Asienflügen für April und Mai schneller als sonst zu diesem Zeitpunkt üblich.
Spohr: Menschen vergessen schnellAuf die Nachfrage im Europa- und Nordamerika-Verkehr wirkte sich der Krieg zunächst weder in die eine noch in die andere Richtung aus.
Lufthansa geht für den Moment davon aus, dass der Iran-Krieg das Wachstum der Transitverkehre in Dubai, Abu Dhabi und Doha zumindest mittelfristig hemmt. Allerdings macht sich Spohr keine Illusionen: "Es gibt Menschen, die schnell vergessen und das günstigste Ticket wieder kaufen."
© aero.de | Abb.: Lufthansa | 17.03.2026 06:12
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Beitrag vom 18.03.2026 - 14:01 Uhr
Russland hat in jüngerer Vergangenheit - vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte - zwei zivile Maschinen vom Himmel beschossen, der Iran eine.
Wie viele mehr sollen es denn sein?
Wird da nicht Äpfel mit Birnen verwechselt, da keiner der ME3 den Iran direkt überfliegt, besteht eine Bedrohung nur durch sehr Reichweitenstarke Systeme. Wie viele davon zerstört wurden bzw. noch einsatzfähig sind kann ich nicht sagen. Damit sie wirksam eingesetzt werden können müssten sie nahe der Iranischen Küste stationiert werden und einzig Dubai wäre damit noch zu erreichen.
Mit den Preis die Systeme den USA auf den Präsentierteller zu zeigen.
Beitrag vom 18.03.2026 - 07:55 Uhr
"unbestreitbaren Sicherheitsvorteile" - ist das wirklich so?
Ich meine die Sicherheitsstatistiken geben das nicht wirklich her.
Ob man eine mögliche Sicherheitslandung in Russland oder einen Aufenthalt in einer Monarchie oder einem nach islamischem Recht regierten Land als Risiko ansieht, hängt vermutlich von einigen persönlichen Einstellungen und Randbedingungen ab.
Ich bezog das mehr auf eventuell durch kriegerische Handlungen dokumentierte (z.B. Abschüsse von Fliegern) Ereignisse.
Unkenntnis der lokalen Gesetze kann aber schnell gefährlich werden. Selbst beim Fotografieren...
https://www.bbc.com/news/articles/c743g4yn4k8o
Die Gesetze des Landes in das/ durch das man reist, sollte man schon kennen und im Zweifel eher auf eine Reise dorthin verzichten.
Aber sowas kann in vielen, auch heute noch von EU Airlines überflogenen Ländern (z.B. in Afrika) bei Emergency Landings eintreten/passieren.
(Ich wurde mal auf dem Airport PEK verhaftet und 3 Stunden verhört, weil ich eine ironische Bemerkung über die Unfreundlickeit zu der Passkontrollenmitarbeiterin gemacht hatte... ).
Russland hat in jüngerer Vergangenheit - vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte - zwei zivile Maschinen vom Himmel beschossen, der Iran eine.
Das ist mir bekannt. Waren aber wohl keine ME3 Airlines betroffen.
Ohne diese schreckliche Ereignisse verharmlosen zu wollen: der Abschuss über der Ukraine: warum flog man damals da noch lang?
Ich finde den Versuch (siehe auch den heutigen Artikel) mit 'der Sicherheit einer Region zu argumentieren' um sich Wettbewerber vom Hals zu halten, daneben.
Solche Konflikte/ Kriege wie jetzt können überall auf der Welt ausbrechen. Gerade jetzt wo dieser unberechenbaren Clown in der USA als Präsident dillitiert (die - unsere Freunde (!) - im übrigen dort angefangen haben).
Wie viele mehr sollen es denn sein?
Beitrag vom 17.03.2026 - 20:42 Uhr
"unbestreitbaren Sicherheitsvorteile" - ist das wirklich so?
Ich meine die Sicherheitsstatistiken geben das nicht wirklich her.
Ob man eine mögliche Sicherheitslandung in Russland oder einen Aufenthalt in einer Monarchie oder einem nach islamischem Recht regierten Land als Risiko ansieht, hängt vermutlich von einigen persönlichen Einstellungen und Randbedingungen ab.
Ich bezog das mehr auf eventuell durch kriegerische Handlungen dokumentierte (z.B. Abschüsse von Fliegern) Ereignisse.
Unkenntnis der lokalen Gesetze kann aber schnell gefährlich werden. Selbst beim Fotografieren...
https://www.bbc.com/news/articles/c743g4yn4k8o
Die Gesetze des Landes in das/ durch das man reist, sollte man schon kennen und im Zweifel eher auf eine Reise dorthin verzichten.
Aber sowas kann in vielen, auch heute noch von EU Airlines überflogenen Ländern (z.B. in Afrika) bei Emergency Landings eintreten/passieren.
(Ich wurde mal auf dem Airport PEK verhaftet und 3 Stunden verhört, weil ich eine ironische Bemerkung über die Unfreundlickeit zu der Passkontrollenmitarbeiterin gemacht hatte... ).
Russland hat in jüngerer Vergangenheit - vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte - zwei zivile Maschinen vom Himmel beschossen, der Iran eine.
Wie viele mehr sollen es denn sein?
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Russland hat in jüngerer Vergangenheit - vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte - zwei zivile Maschinen vom Himmel beschossen, der Iran eine.
Wie viele mehr sollen es denn sein?
Wird da nicht Äpfel mit Birnen verwechselt, da keiner der ME3 den Iran direkt überfliegt, besteht eine Bedrohung nur durch sehr Reichweitenstarke Systeme. Wie viele davon zerstört wurden bzw. noch einsatzfähig sind kann ich nicht sagen. Damit sie wirksam eingesetzt werden können müssten sie nahe der Iranischen Küste stationiert werden und einzig Dubai wäre damit noch zu erreichen.
Mit den Preis die Systeme den USA auf den Präsentierteller zu zeigen.
Ich meine die Sicherheitsstatistiken geben das nicht wirklich her.
Ob man eine mögliche Sicherheitslandung in Russland oder einen Aufenthalt in einer Monarchie oder einem nach islamischem Recht regierten Land als Risiko ansieht, hängt vermutlich von einigen persönlichen Einstellungen und Randbedingungen ab.
Ich bezog das mehr auf eventuell durch kriegerische Handlungen dokumentierte (z.B. Abschüsse von Fliegern) Ereignisse.
Unkenntnis der lokalen Gesetze kann aber schnell gefährlich werden. Selbst beim Fotografieren...
Die Gesetze des Landes in das/ durch das man reist, sollte man schon kennen und im Zweifel eher auf eine Reise dorthin verzichten.
Aber sowas kann in vielen, auch heute noch von EU Airlines überflogenen Ländern (z.B. in Afrika) bei Emergency Landings eintreten/passieren.
(Ich wurde mal auf dem Airport PEK verhaftet und 3 Stunden verhört, weil ich eine ironische Bemerkung über die Unfreundlickeit zu der Passkontrollenmitarbeiterin gemacht hatte... ).
Russland hat in jüngerer Vergangenheit - vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte - zwei zivile Maschinen vom Himmel beschossen, der Iran eine.
Das ist mir bekannt. Waren aber wohl keine ME3 Airlines betroffen.
Ohne diese schreckliche Ereignisse verharmlosen zu wollen: der Abschuss über der Ukraine: warum flog man damals da noch lang?
Ich finde den Versuch (siehe auch den heutigen Artikel) mit 'der Sicherheit einer Region zu argumentieren' um sich Wettbewerber vom Hals zu halten, daneben.
Solche Konflikte/ Kriege wie jetzt können überall auf der Welt ausbrechen. Gerade jetzt wo dieser unberechenbaren Clown in der USA als Präsident dillitiert (die - unsere Freunde (!) - im übrigen dort angefangen haben).
Wie viele mehr sollen es denn sein?
Ich meine die Sicherheitsstatistiken geben das nicht wirklich her.
Ob man eine mögliche Sicherheitslandung in Russland oder einen Aufenthalt in einer Monarchie oder einem nach islamischem Recht regierten Land als Risiko ansieht, hängt vermutlich von einigen persönlichen Einstellungen und Randbedingungen ab.
Ich bezog das mehr auf eventuell durch kriegerische Handlungen dokumentierte (z.B. Abschüsse von Fliegern) Ereignisse.
Unkenntnis der lokalen Gesetze kann aber schnell gefährlich werden. Selbst beim Fotografieren...
Die Gesetze des Landes in das/ durch das man reist, sollte man schon kennen und im Zweifel eher auf eine Reise dorthin verzichten.
Aber sowas kann in vielen, auch heute noch von EU Airlines überflogenen Ländern (z.B. in Afrika) bei Emergency Landings eintreten/passieren.
(Ich wurde mal auf dem Airport PEK verhaftet und 3 Stunden verhört, weil ich eine ironische Bemerkung über die Unfreundlickeit zu der Passkontrollenmitarbeiterin gemacht hatte... ).
Russland hat in jüngerer Vergangenheit - vor dem Hintergrund kriegerischer Konflikte - zwei zivile Maschinen vom Himmel beschossen, der Iran eine.
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